Sonntag und Montag (Ab in den Süden)
Am Sonntag, dem 4. Oktober, starteten wir unsere Reise um 9 Uhr von Delitzsch aus immer Richtung Süden. Am Ende unserer ersten großen Etappe kamen wir gegen 17 Uhr in Lindau am Bodensee an und richteten uns in unseren Zimmern ein. Nach dem Abendessen machten wir noch einen Spaziergang am Bodensee. Wir genossen die letzten Sonnenstrahlen des Tages und guckten uns die am Abend schön beleuchtete Altstadt an.
Am nächsten Morgen ging es mit der zweiten Etappe bereits um 8 Uhr weiter. Unsere Route führte uns durch die Schweiz nach Italien (Herr Schnelle war ganz begeistert vom Kaffee) bis zu unserem letztendlichen Ziel: Nizza im wunderschönen Südfrankreich. Während der etwa neunstündigen Fahrt hörten wir interessante Vorträge über die Region und die typische Küche der Franzosen von unseren Mitschülerinnen und Mitschülern. Endlich in Nizza angekommen, begaben wir uns zu Fuß durch die belebten Straßen der Stadt zum gemeinsamen Abendessen, bei dem südfranzösische Küche auf der Karte stand. Anschließend ging es zurück ins Hotel, wo wir gegen 23 Uhr den Tag erschöpft, aber vollgegessen beendeten.
Dienstag (Duftend in die Filmstadt)
Mit einem wohlverdienten Frühstück starteten wir in unseren ersten ganzen Tag in Frankreich. Nach der Stärkung, die wir für diesen Tag brauchten, fuhren wir nach Grasse, um etwas über die Herstellung von Parfüm zu lernen. Direkt nach unserer Ankunft begrüßte uns die Leiterin des Rundgangs, die uns anschließend durch die gesamte Parfümerie führte. Sie erklärte uns die Herstellung, den Prozess hinter der Kreation und die Individualität eines jeden Parfüms.
Umgeben von zahlreichen Düften und nach einem Einkauf im Fabrikverkauf mit edlen Parfüms ausgestattet, fuhren wir mit dem Bus weiter nach Cannes. Dort wartete bereits eine Stadtrundfahrt mit einer kleinen Bahn auf uns. Während der Fahrt lernten wir viele verschiedene Seiten der Stadt kennen. Sie ist vor allem durch die Produktion zahlreicher Filme und die internationalen Filmfestspiele bekannt geworden. Nach der Rundfahrt hatten wir Zeit, um die Küstenstadt bei bestem Wetter auf eigene Faust zu erkunden.
Zurück in Nizza ließen wir am Abend den schönen Tag mit einem gemeinsamen Picknick am Strand ausklingen.
Mittwoch (Viel Wasser in Monaco)
Unser Tag begann und endete mit Regen. Trotzdem machten wir uns auf den Weg zum Fürstenpalast des kleinen französischsprachigen Stadtstaates Monaco. Nach unserer Ankunft mit dem Zug liefen wir zu Fuß bergauf, jeder mit dem Regenschutz, den er oder sie für ausreichend hielt.
Oben angekommen, konnten wir von den Palastmauern aus den beeindruckenden Ausblick über Monaco genießen. Im trockenen Palast selbst bekamen wir einen Audioguide, mit dem wir viele interessante Informationen über die Geschichte und die Räumlichkeiten der Fürstenfamilie erhielten. Danach hatten wir etwas Freizeit, um die Altstadt zu erkunden. Wir schlenderten durch die kleinen verwinkelten Gassen und entdeckten dabei verschiedene kleine Shops, Cafés und Restaurants. So konnten wir Monaco ganz in Ruhe auf eigene Weise kennenlernen.
Anschließend ging es weiter zum Ozeanografischen Museum. Durch den Regen selbst fast schon zu Meeresbewohnern geworden, besichtigten wir dort die verschiedenen Aquarien mit vielen faszinierenden Meerestieren und sammelten Informationen über die Unterwasserwelt.
Donnerstag (Au revoir, Nice)
Der Tag startete mit einem Besuch bei einer Burg an der Küste Nizzas, dort hatten wir einen wunderschönen Ausblick auf die Küste und den dort fließenden Wasserfall. Nach einer kurzen Fotopause ging es dann schon weiter in Richtung Altstadt, wo wir shoppen gehen konnten. Nachdem wir die Altstadt in kleinen Gruppen besichtigt hatten, stand das Kunstmuseum Masséna auf dem Plan, wo wir von Frau Stoppe in Kleingruppe auf Missionen zu den Kunstwerken der Belle Époque geschickt wurden. Die manchmal doch eher merkwürdigen Malereien eigneten sich sehr gut zur Nachahmung, wie ihr hier auf einem Foto sehen könnt. Danach hieß es: Sachen packen, "Au revoir" Nice (Nizza) und ab in den Bus Richtung Hyéres. Wo morgen in schönster Naturumgebung eine Inselwanderung auf uns wartet.
Freitag (An den Klippen von Porquerolles)
Nach einem stärkenden Frühstück in Hyères setzten wir mit einem Boot auf die Insel Porquerolles über, wo unsere Wanderung begann. Dort angekommen, sahen wir viele atemberaubende Klippen, umgeben von türkisfarbenem, klarem Wasser, für das die Côte d’Azur so berühmt und beliebt ist. Der Anblick war so beeindruckend, dass wir unseren Augen kaum trauen konnten. Doch abgesehen von der beeindruckenden Natur gab es auf der Insel noch mehr zu entdecken: In kleinen Gruppen aßen wir nach unserer Wanderung Eis, bewunderten Schiffe und genossen die Aussicht.
Nach einer etwas stärker schwankenden, aber sicheren Rückfahrt mit dem Boot kamen wir wieder auf dem Festland an. Unser Busfahrer brachte uns schließlich zur letzten Unterkunft unserer Reise. In zwei Gruppen aufgeteilt, gingen wir im kleinen Ort Apt in zwei unterschiedliche Restaurants. Das Essen war richtig lecker, sodass wir den Tag entspannt ausklingen lassen konnten.