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Christian-Gottfried-Ehrenberg-Gymnasium

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Oskarverleihung 2026
Der Rückblick von Bruno Trautzer
Oskarverleihung2026

Das Schuljahr ist in den letzten Zügen, die Sommersonne prallt auf Häuser, Wiesen, Straßen, die Energie scheint überall wie ausgesaugt – überall, außer bei der diesjährigen Oskarverleihung des Ehrenberg-Gymnasiums. Wie schon viele Jahre zuvor, elektrisierte die imposante Schulveranstaltung ihr Publikum und doch war sie dieses Jahr in einem ganz besonderen Maße außergewöhnlich.



Lang vor der Veranstaltung am ersten Juli 2026, die zum wiederholten Male im RAW-Festsaal in Delitzsch stattfand, arbeitete das Oskarteam zusammen mit verschiedensten Ehrenberg-GTA an deren Umsetzung und stellte so erneut ein Event auf die Beine, welches nicht nur die nominierten Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Teams würdigte, sondern insbesondere die Kreativität, Hingabe und Einsatzbereitschaft der Veranstaltenden hervorhob. Innerhalb eines beeindruckenden Rahmenprogramms wurden die engagiertesten Personen unseres Gymnasiums ausgezeichnet und zeigten somit auf, dass Schule so viel mehr ist als ein hölzernes Bildungssystem.

Den Mini-Oskar gewann dieses Jahr Johanna Koppe, welche zusammen mit Luisa Rosche und Greta Fiebrich nominiert war. Mit diesem Preis, welcher an Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5-8 vergeben wird, ehrte die geheime Jury, die aus Schülerinnen und Schülern, Lehrern und Lehrerinnen sowie Angestellten der Schule besteht, Johannas Einsatzbereitschaft.

Das Technik-Team, das den ganzen Abend über sein Talent im Umgang mit Beleuchtung, Ton, Video und Nebelmaschine unter Beweis stellen konnte, ging mit dem diesjährigen Team-Oskar nach Hause. In ihrer Dankesrede betonten die Schülerinnen und Schüler, dass hinter einem reibungslosen und schönen Abend ein oft unsichtbares und großes Team an Personen steht, ohne die alle noch so kreativen Ideen schlichtweg unmöglich umzusetzen wären. Jedoch müssen sich hinter diesem wahrlich gelebten Teamgeist der Schülerratsvorstand sowie die Young Voices nicht verstecken, da auch sie für ihren Einsatz und ihre Teamfähigkeit an diesem Abend nominiert waren.

Asya Akca, welche mit Moritz Heller und Elisabeth Kandler für den Schüler des Jahres-Oskar nominiert war, überzeugte nicht nur die Jury, sondern den kompletten Saal, welcher ihren Gang auf die Bühne mit frenetischem Applaus untermalte. Ihre Dankesrede nutzte die Zehntklässlerin – welche neben ihrem Engagement in der Chemie-AG, dem Buchklub und den Streitschlichtern auch noch Zeit findet, ihren Mitschülern und Mitschülerinnen Nachhilfe zu geben – um sich bei ihrer liebevollen Familie, ihren Freunden und ihren Lehrerinnen und Lehren, welche sie immer unterstützen würden, zu bedanken und wurde nicht müde zu betonen, dass Noten einen Menschen nicht definieren können, wofür sie vor allem Applaus von ihren Mitschülerinnen und Mitschülern erhielt.

Frau Münchow, Herr Brückner und Herr Klein waren für den diesjährigen Ehrenoskar nominiert, den Frau Münchow letztendlich für sich beanspruchen konnte. Durch ihren unermüdlichen und langjährigen Einsatz an der Schule, während welchem sie nicht nur zahlreiche Schülerinnen und Schüler für Englisch und TC begeistern konnte, sondern auch tolle Projekte wie der Modelbau-AG Leben einhauchte, war es für die Jury ein leichtes, sie an diesem Abend zu ehren.



Zwischen den einzelnen Preisvergaben zog das Oskarteam die Zuschauer in seinen Bann: Sketche, Talkshows, Livemusik – die Talente unserer Schule wurden mehr als einmal bestens zur Schau gestellt. Sei es die Jonglierkunst von Florian Rehfeld, die emotionale Coverversion von Passengers Let Her Go, vorgetragen von Marlen Kendelbacher, Lenny Majer und Bruno Schulz, oder die an Zauberei grenzenden Talente der Chemie-AG, jede und jeder Einzelne vor, auf und hinter der Bühne ließ den Abend besonders werden und verlieh ihm einen Charme, welcher so wohl nicht überall gefunden werden kann.

Dass die Oskar-Verleihung keine Veranstaltung ist, bei welcher sich die Lehrerinnen und Lehrer ausruhen und ihre Schülerinnen und Schüler die ganze Arbeit überlassen, zeigt sich unter anderem durch den energiegeladenen Lehrertanz, bei dem nicht nur unsere Sportgrößen wie Frau Tornow oder Herr Prautzsch zeigen konnten, wie gut sie die Hüfte schwingen. Jede Fachschaft war vertreten und so zeigten auch die „Nicht-Sportler“, dass sie ihren Kollegen tänzerisch in nichts nachstehen.



Das Highlight des Abends stellte zweifelsohne die Premiere des diesjährigen LiG-Films (Lehrer in Gefahr) „Werners letzter Coup“ dar. In der rasanten Agenten-Komödie schickt sich unser Schulleiter Herr Werner an, das sächsische Bildungssystem zu revolutionieren und dieses endlich auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler anzupassen. Tatkräftige Hilfe bekommt er dabei aus dem Kollegium sowie von Levi Kränsel, ohne dessen Fähigkeiten als Hacker die ganze Mission aufgeschmissen wäre. Die durchaus berechtigte Kritik, welche dem süffisanten Kurzfilm innewohnt, entging dabei keinem der Gäste, welche die Mission gebannt verfolgten.

Es wurde jedoch nicht nur die Mission der Revolution des Bildungssystems an diesem Abend erfüllt, sondern auch die der würdigen Verabschiedung unseres langjährigen Schulleiters Herrn Werner. Auch wenn dieser, in seiner unverkennbaren Art, zu verstehen gegeben hat, dass er an diesem Abend auf keiner Bühne stehen werde, konnte er sich der liebevollen Aufforderung, unter tosendem Applaus durch ein Spalier auf die Bühne zu schreiten, nicht entziehen. Nach einer emotionalen Laudatio – gehalten von Herrn Ronneburg –, welche nicht nur Herrn Werner, sondern auch das Publikum, langjährige und junge Kolleginnen und Kollegen sowie Schülerinnen und Schüler sichtlich ergriff, erhob sich der Saal zu Standing Ovations, die vor allem eines sagen sollten: Danke.