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Auslandsaufenthalt in Bulgarien
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Montag

Unsere Reise begann am Hauptbahnhof in Leipzig um 7:45 Uhr, am Gleis 11. Mit ein paar Minuten Verspätung ging es dann Richtung Berlin Südkreuz. Während der einstündigen Fahrt vertrieben sich die meisten die Zeit mit Musik, Gesprächen und einem stärkenden Frühstück. In Berlin angekommen, stiegen wir in den Zug, der uns zum Flughafen bringen sollte. Natürlich mussten wir dank der Deutschen Bahn wieder etwas mehr Wartezeit einberechnen. Wir fuhren ca. fünfzehn Minuten bis zum BER, wo wir nach kurzen „Koffer-Gewicht-Problemen“ geradewegs die Sicherheitskontrolle passierten. Unglücklicherweise mussten ein paar von uns doppelt kontrolliert werden, unter anderem auch Frau Sessinghaus. Während des Fluges durften wir dem Geschrei zweier Babys lauschen, die sich freundlicherweise im Fünf-Minuten-Takt abwechselten und uns zum Teil sogar gleichzeitig unterhielten. Gegen Ende des Fluges traten ein paar Turbulenzen ein, die an eine Achterbahn erinnerten (für manche ein Nervenkitzel, für andere der pure Horror). In Sofia angekommen, wurden wir von einem starken Gewitter mit Hagel und einer netten Stadtführerin empfangen, die uns mit einem Bus ins Hostel bringen sollte. Der Sturm ließ langsam nach und wir konnten endlich in den Bus einsteigen. Während der Fahrt erzählte die Stadtführerin uns etwas über die bulgarische Sprache, zum Beispiel die Unterschiede zwischen verschiedenen Vokalen. Wir mussten feststellen, dass Bulgarisch doch in vielen Aspekten anders als die russische Sprache ist. Durch den Regen waren manche Straßen überflutet, weswegen alle Autos auf besagten Straßen bis zu den Felgen im Wasser fuhren. Bis wir im Hostel waren, hatte sich das Wetter allerdings wieder gebessert und in Sonnenschein mit 21° verwandelt. Unser Hostel war nicht zu übersehen, da es quietschgrün angestrichen war und auch die Innenausstattung war sehr farbenfroh. Der erste Eindruck unserer Zimmer war nicht der beste und hygienisch ließen sie auch einiges zu wünschen übrig. Dennoch versuchten wir, es uns gemütlich zu machen. Nach dem Abendessen stellten wir in einigen Zimmern fest, dass sich Bettwanzen in den Matratzen angesiedelt hatten. Wir zogen also von Zimmer zu Zimmer und überprüften die Betten. Das ganze Umplanen dauerte so lange, dass selbst um 0:00 Uhr noch Schülerinnen auf dem Gang standen und kein Zimmer zum Übernachten hatten. Am Ende des Tages, als alle ein Bett ohne Wanzen bekommen hatten, gingen alle mit einem unwohlen und kribbeligen Gefühl ins Bett.



Lara, Marlene, Juliana & Hanno







Dienstag

Unser erster richtiger Tag begann mit einem ausgewogenen Frühstück. Daraufhin hatten wir zwei Stunden Zeit, um uns fertig zu machen und uns auf darauffolgenden Stadtführung vorzubereiten.



Während unserer Führung durch die Hauptstadt Sofia hat uns „Bili“ (unsere Stadtführerin) in den folgenden 3 Stunden viele faszinierende Sehenswürdigkeiten, sowie kleine Märkte und beliebte Spots gezeigt. Da sind uns die „Banja-Baschi-Moschee“ und die „Alexander-Newski-Kathedrale“, welche im Zentrum von Sofia stehen besonders im Gedächtnis geblieben. Ein weiteres Highlight war der Archäologische Komplex Serdika, wo wir Teile der Mauern des alten Römischen Reiches bewundern konnten.

Nach zwei Stunden Freizeit und der darauffolgenden eigenständigen Besichtigung dreier Kirchen, gingen wir zurück in unser Hostel um dort vor den Bettwanzen (Schmetterlingen) zu fliehen . Dank Frau Lehrer haben wir ein Hotel-Upgrade bekommen und haben nun auch eigene Bäder.



Den Abend haben wir in der „Delta-Blues-Bar“ mit kalten Getränken ausklingen lassen.

Insgesamt kann man sagen, dass es ein gelungener erster Tag war.





Hannah, Alisa, Pauline, Tim & Ben

Mittwoch

Am Mittwoch, der dritte Tag unserer Bulgarien-Reise, sind wir erstmals und erleichtert in unserem neuen Hotel aufgewacht. Nach dem endlich guten Frühstück konnten wir uns fertig machen, da unser nächster Programmpunkt anstand. 



Um 9Uhr empfingen wir unseren Tourguide im Hotel und fuhren gemeinsam mit dem Bus zum Vitosha-Gebirge. Unseren ersten Halt machten wir an den Goldenen Brücken. Zwischen den vielen Steinen konnten wir uns den ersten Eindruck der beeindruckenden Landschaft machen. Danach ging es weiter zum Fernsehturm. Nach einer kurzen Pause und einer kleinen Fotosession ging für uns die Wanderung los.



Unser erstes Ziel war der Boyana Wasserfall. Um dort hinzukommen, wanderten wir über steinige Wege und rutschige Abgänge. Für den schönen Anblick der Berglandschaft, hat es sich gelohnt. Nach unserer 20 minütigen Pause, mit Blick auf den Wasserfall, ging es für uns noch zu einem See im Gebirge. Die Wanderung war zwar sehr anstrengend, doch die besonderen Eindrücke kann uns keiner nehmen. 



Im Anschluss ging es für uns wieder zurück zum Hotel, endlich, nach diesem ereignisreichen Tag. Dort haben wir erstmal unsere Füße ausgeruht und freuten uns auf ein wohlverdientes Abendessen mit Dessert. Anschließend haben wir den Abend noch entspannt ausklingen lassen. Ingesamt war es ein toller Tag mit vielen neuen Eindrücken, holprigen Wegen, einem Lehrer-Sturz und viel Spaß.



Avy, Megan & Sunny

Donnerstag

Den vorletzten Tag haben wir mit einem Frühstück um 7:00 in unserem Hotel gestartet. 8:30 haben wir uns dann mit der Straßenbahn auf den Weg ins Nationalhistorische Museum gemacht. Wobei wir vorher Google Maps ein bisschen zu viel vertraut haben und falsche Wege gegangen wären, wenn wir nicht vor den Mauern des Kriegsministeriums gestanden hätten. Schlussendlich haben wir es doch geschafft. Im Museum angekommen machten wir eine Reise durch die Geschichte, angefangen in der Bronzezeit und beendet im 20. Jahrhundert. Der Rückweg verlief anders als geplant, da wir den Bus verpassten. Trotz dessen machten wir uns zu Fuß auf den Weg zur Straßenbahnhaltestelle, wobei wir eine „Brücke“ überqueren mussten. Mit der Straßenbahn fuhren wir bis in die Innenstadt, wo wir uns dann aufteilten, aber die Hälfte mit Frau Lehrer ins Hadjidraganov's Cellars Restaurant gingen. Dort wurden wir von köstlichem Essen und einem selbst gebackenen Brot in Empfang genommen wurden. Nach dem Essen machten wir uns auf den Weg in die Rote Wohnung, wo wir mit einer Audioführung in die Soviet Zeit verschlungen wurden. Dabei konnten wir durch die ästhetisch eingerichteten Räume schlendern und in das frühere Leben eintauchen. Später gingen manche von uns in einen Souvenirladen und kauften etwas für die Familie oder für sich selbst. Den Abend beendeten wir mit einem verdienten Essen in unserem Hostel und manch andere auch noch mit einem Abstecher in die Stadt oder einen Laden. 

Lotta, Ruby und Sonja

Freitag

Den letzten Tag konnten wir entspannt in den Tag starten und ausschlafen. So richtig begann der Tag um 11:45, da wir bis dahin die Koffer gepackt und die Zimmer geräumt haben sollten. Unsere Sachen verstauten wir anschließend in einem extra Raum.

Danach teilten sich unsere Wege. Die einen gingen in die Innenstadt und die anderen zog es zu einem Souvenirladen, um noch weitere Sachen für ihre Familie zu kaufen. Später trafen sich einige für ein kleines Essen nach dem Mittag und genossen noch die letzten Stunden in Sofia. Der letzte Ausflug in der Innenstadt verschlug einige am Ende noch in ein Eiscafé, wo das empfohlene Mangoeis gekostet wurde. Mit der Straßenbahn fuhren wir zurück ins Hotel.



Dort hatte Frau Sessinghaus schon eine kleine Musikeinlage geplant, wobei Juliana, Lara und Pauline sangen und Klavier spielten. Das fanden nicht nur wir, sondern auch andere Gäste des Hotels toll.



Mit unserem Bus fuhren wir dann zum Flughafen, wo wir schnell noch Flaschen ausleerten und noch Koffer abgaben. Schnell konnten wir zur Sicherheitskontrolle, wobei Tim leider seine Marmelade abgeben musste. Trotz alle dem, freuten wir uns auf den Rückflug nach Deutschland. Unser Flieger sollte geplant 19:35 gehen, aber er hatte knapp 2 Stunden Verspätung. So verbrachten wir die Zeit, um uns mit anderen Leuten auszutauschen, uns etwas zu essen kaufen oder unsere Handys aufzuladen. Der Flieger ging dann zum Glück doch etwas "eher" als ursprünglich auf dem Flugradar angezeigt und wir waren alle froh, keine Minute mehr länger warten zu müssen.

Der Flug verging ruhig, zwischendrin kam es zu ein paar kleinen Turbulenzen, welche aber nicht so schlimm waren. In Berlin gelandet, wurden wir von einigen Eltern empfangen, welche extra so spät spontan zum Flughafen gekommen waren, um uns nach Hause zu bringen. Die Züge nach Leipzig hätten wir aufgrund der Verspätung nicht mehr geschafft. Wir waren unfassbar dankbar für diese Unterstützung!



Schlussendlich können wir festhalten, dass wir tolle Erinnerungen von dieser Reise mitnehmen und viele Geschichten von Bettwanzen und Essen erzählen können.



Paul, Maria und Hannes